Hilfe durch Angehörige



Rechtsanwalt Dr. Böttner - Fachanwalt für Strafrecht in Hamburg
Strafverteidigung bei U-Haft

Sie können Einiges dafür tun, um das Leben eines in U-Haft befindlichen Angehörigen oder Bekannten zu erleichtern. Die nachstehenden Tipps und Hinweise bieten Ihnen eine kleine Übersicht über Ihre Möglichkeiten.

Geldeinzahlen auf das Anstaltskonto für den Untersuchungshaftgefangenen

Zweimal im Monat kann der Gefangene in der JVA per Bestellung einkaufen. Außerdem kann der Inhaftierte Mahlzeiten von genehmigten Gaststätten beziehen. Das hierfür benötigte Geld darf weder von eigenen Konten abgehoben werden, noch bar besessen werden.

Deshalb können Sie nicht einfach das Geld während eines Besuchs persönlich übergeben. Sie müssen vielmehr den Betrag auf das Konto der Vollzugsanstalt überweisen oder bei einem Besuch in der Anstalt bar einzahlen. Wichtig ist, dass der Name Ihres Angehörigen vollständig angegeben wird, damit Ihre Zahlung zugeordnet werden kann. Die Vollzugsanstalt richtet dann ein Konto ein, auf dem die Geldeingänge und ein möglicher Arbeitslohn gutgeschrieben werden.

Kleidung in der Untersuchungshaft

Ihr Angehöriger darf während der Untersuchungshaft eigene Kleidung und Bettwäsche nutzen. Diese müssen Sie entweder während eines Besuchs abgeben oder per Paket zusenden. Zur Sendung als Paket bedarf es einer Wäschepaketmarke. Diese muss vom Inhaftierten beantragt werden.

Pakete in der U-Haft

Es besteht außerdem die Möglichkeit Ihrem Angehörigen ein Paket zukommen zu lassen. Die Zusendung von Paketen muss von der Anstalt genehmigt werden. Der Empfang wird meistens zum Geburtstag und hohen Feiertagen genehmigt. Der mögliche Inhalt ist im Voraus bei der JVA zu erfragen. Vor Übergabe wird der Inhalt des Paketes vom Personal der Justizvollzugsanstalt kontrolliert. Das Paket muss mittels einer Paketmarke gekennzeichnet sein. Diese erhalten die Untersuchungsgefangenen in der JVA und können Sie dann übergeben. Die Regelungen bezüglich der Größe und des möglichen Inhalts unterscheiden sich je nach JVA. In der Regel ist sowohl die mögliche Zahl, als auch die Größe begrenzt.

Lesestoff und andere Mittel zur Selbstbeschäftigung

Ebenfalls können Sie Ihrem Angehörigen Bücher oder anderen Lesestoff zukommen lassen. Dieser darf aber nur unmittelbar von einem Verlag oder Buchhandel übersendet werden. Zur Selbstbeschäftigung sind auch Geräte wie Fernseher oder Radio gestattet. Diese müssen in der JVA von Ihnen abgegeben werden. Es muss sich dabei um mobile Geräte handeln.

Falls sie weitere Informationen benötigen, empfiehlt sich eine direkte Anfrage über unser Kontaktformular.


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